Wann hat eigentlich die Lust am Reisen bei mir angefangen?

Wie alles begann

Wann genau meine Lust am Reisen angefangen hat, kann ich gar nicht sagen - wahrscheinlich war es ein schleichender Prozess.

Eine meiner ersten Reisen, die mir wirklich bewusst in Erinnerung geblieben ist, war mit 17 Jahren (1981). Damals hatte ich noch keinen Führerschein, bin aber mit zwei Freunden ins damalige Jugoslawien gefahren.  
Ein Jahr später folgte die zweite "große Reise": Mit dem Flugzeug nach Ibiza, dort ein Auto gemietet und mit Zelt an einsamen Stränden übernachtet.

Danach kamen viele weitere Reisen mit Freunden in benachbarte Länder wie Österreich, Schweiz, Frankreich, Spanien, Portugal, Belgien und Norwegen.

Erste Fernreise und prägende Erlebnisse

Meine erste große Fernreise kam 1992, nach dem Studium: sechs Wochen Neuseeland. Dort habe ich das Land zum ersten Mal mit dem Motorrad bereist - eine Erfahrung, die tief in mir hängen geblieben ist.

Was mich damals besonders geprägt hat:

  • sensationelle Landschaften
  • kaum Tourismus
  • erste Offroad-Erfahrungen mit dem Motorrad
  • Begegnungen mit Walen, Delfinen, Einheimischen und Weltreisenden

Vor allem die Menschen, die schon lange unterwegs waren und nicht wussten, ob und wann es zurückgeht, haben etwas in mir ausgelöst.

Familie, Reisen und ein wachsender Traum

Mit der Familienzeit wurden die großen Touren zwar seltener, aber auch die Reisen mit unserem alten, schönen VW-Bus nach Norditalien bleiben wunderbare Erinnerungen.

In den letzten zehn Jahren haben mich außerdem viele Begegnungen mit Weltreisenden inspiriert, die ihre Erlebnisse in Vorträgen geteilt haben. So ist in meinem Kopf immer stärker ein großer Plan Richtung Osten entstanden:

  • Griechenland
  • Türkei
  • Iran
  • Jordanien
  • Saudi-Arabien 
  • Ägypten
  • Äthiopien
  • Südafrika
  • über westliche Länder zurück nach Europa.

Der Entschluss zur 
großen Reise

Schnell wurde klar: So eine Reise ist nicht in sechs Wochen Sommerferien machbar.  
Ich brauchte eine längere Auszeit.

Da mein Arbeitgeber diese zunächst nicht genehmigte, beantragte ich kurzentschlossen ein Sabbatjahr als Übergang in den Vorruhestand - mit dem klaren Ziel, meinen Traum einer großen Motorradreise zu verwirklichen.
 

Mein Motto war und ist:

   - Wenn nicht jetzt, dann 
wahrscheinlich nie mehr. -
 

Neue Route, 
gleiches Abenteuer

Durch Krieg und politische Spannungen wurde mein ursprünglicher Plan durchkreuzt.  

Dank vieler Reiseberichte über Süd- und Nordamerika fiel mir die Entscheidung für eine neue Route jedoch nicht schwer.

Mein großes Motorradabenteuer beginnt nun in Chile, genauer in Valparaíso.  

Dort kann ich mein Motorrad am 02. November 2026 aus dem Zoll übernehmen.
 

Bereits am 02. September 2026 gebe ich mein Motorrad in Hamburg ab, wo es zusammen mit anderen Maschinen in einem Sammelcontainer nach Chile verschifft wird (über InTime Forwarding & Courier Motorcycle).

Persönlicher Start 
dieser Reise

Die Anreise beginnt für mich schon am 
19. Oktober 2026:

An diesem Tag fliege ich mit meiner Frau Ulli nach Málaga. Wir wollen noch etwas Spanisch lernen, Andalusien erkunden und die letzten gemeinsamen Momente genießen, bevor eine lange Trennung beginnt.

Neben meiner Frau werde ich auch meine beiden mittlerweile erwachsenen Söhne und meine zwei kleinen Enkelkinder sehr vermissen.

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